Wenn der Mieter nicht zahlt

Mieter will nicht zahlen

19 Apr Wenn der Mieter nicht zahlt

Mieter zahlt nicht – was nun?

Nicht in allen Fällen kann dem Bewohner einer Mietwohnung wegen Zahlungsverzugs der Vertrag gekündigt werden.
Wer seine Miete nicht pünktlich oder nur teilweise zahlt, dem droht das Risiko der Kündigung. Manchmal kann man so etwas aber auch noch abwenden.

Beate Heilmann von der Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien im Deutschen Anwaltverein erklärt hierzu:“Ein Vermieter kann offene Mietzahlungen gerichtlich geltend machen, per Mahnbescheid oder im Zahlungsklageverfahren“ Bestandteile der Miete sind die Nettokaltmiete, die Vorauszahlungen für kalte Betriebskosten wie Wasser und Müllentsorgung und die Heizkosten oder dafür vereinbarte Pauschalen.

Wer seine Miete nicht pünktlich oder nur teilweise zahlt, dem droht das Risiko der Kündigung.

Der Vermieter kann dem Mieter bereits kündigen, wenn er mit mehr als einer Monatsmiete länger als einen Monat in Verzug gerät. Im Klartext heißt das, er muss die Kündigungsfrist von in der Regel drei Monaten NICHT einhalten. Das gilt auch für den Fall, wenn der Mieter vollständig, aber ständig unpünktlich überweist. Auch hier kann der Vermieter eine ordentliche oder fristlose Kündigung aussprechen. Hierfür muss er den Mieter vorher schriftlich abmahnen und zur pünktlichen Zahlung auffordern.
Der Vermieter kann ebenfalls fristlos kündigen, wenn bei den unvollständigen Mietzahlungen an zwei aufeinanderfolgenden Terminen insgesamt mehr als eine Monatsmiete fehlt. Dasselbe gilt, wenn der Rückstand ganze zwei Monatsmieten beträgt. Sollte ein Rückstand von zwei Monatsmieten bestehen, spielt es dann auch keine Rolle mehr, über welchen Zeitraum sich der fehlende Betrag angesammelt hat.

Bildquelle: Pixabay/stevepb